Für Hochschulen

Internationalisierung zu Hause

Internationalisierung von Hochschulen ist mehr als Auslandssemester von Studierenden oder Kooperationen mit ausländischen Universitäten. Internationalisierung bedeutet die Einbeziehung internationaler, interkultureller oder globaler Aspekte in alle Handlungsfelder einer Hochschule wie Forschung, Lehre und Service/Verwaltung. Ziele sind sowohl die Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit einer Hochschule als auch die Entwicklung von Werten und Kompetenzen um in vielfältigen Gesellschaften zu studieren und zu arbeiten. Aktuelle Konzepte einer „Internationalisierung zu Hause“ nutzen dazu erstens die an einer Hochschule und ihrem Standort bereits vorhandene Vielfalt und sorgen zweitens dafür, dass möglichst alle der dort tätigen Studierenden- und Berufsgruppen in die Internationalisierung eingebunden werden und von dieser profitieren. Zugleich bringen sie eine qualitative Perspektive in die Internationalisierungsdebatte ein, denn es geht nicht nur um die Anzahl von Kontakten sondern darum, diese so zu gestalten dass sie auf einer gleichberechtigten Basis stattfinden und für alle Beteiligten produktiv sind. Internationalisierung zu Hause umfasst auch Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen, verlangt aber darüber hinaus eine Anerkennung der tatsächlichen Heterogenität der Studierenden, Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner*innen sowie Strukturen und Methoden um dieser gerecht zu werden. Bildungs- und Organisationsentwicklungsansätze aus den Bereichen Antirassismus, Anti-Bias, Diversity und Inklusion können hierzu entscheidende Beiträge leisten. Als Trainerin habe ich verschiedene Hochschulen durch Vorträge, Workshops, Seminarreihen oder die Moderation partizipativer Prozesse auf einem Stück dieses Wegs erfolgreich begleitet. Durch meine Tätigkeit als Lehrbeauftragte und meine frühere Erfahrung als Beraterin für internationale Studierende und studentische Gremienvertreterin habe ich die Prozesse und Herausforderungen der Internationalisierung aus verschiedenen Perspektiven erlebt. Ich biete Seminare, Workshops oder Vorträge zu folgenden Bestandteilen von Internationalisierung zu Hause an:

  • Internationalisierung zu Hause Grund- und Aufbaukurse. Während im Grundkurs an der eigenen vorurteils- und diversitätsbewussten Haltung gearbeitet wird, werden im Aufbaukurs Strategien im Hinblick auf diversitätsgerechtes und inklusives Arbeiten in Verwaltung und Lehre erarbeitet.
  • Diskriminierung im Hochschulkontext. Hier geht es darum Diskriminierung zu erkennen, rechtliche Grundlagen der Gleichbehandlung zu verstehen, die je eigene Position in diskriminierungsrelevanten Machtverhältnissen auszuloten und Handlungsstrategien in Fällen von Diskriminierung zu erarbeiten.
  • Implicit Bias (unconscious bias) Training zur Bewusstmachung eigener Vorurteile, gesellschaftlich verbreitete Stereotype und deren Auswirkungen, besonders geeignet für Menschen die an  Personalauswahlverfahren oder Prüfungen mitwirken.
  • Fortbildungen für die Beratung internationaler Studierender und Wissenschaftler*innen. Hier werden Haltung, Kompetenzen und Methoden als Berater*in für eine konstruktive Beratung im Kontext unterschiedlicher Erfahrungen mit Migration und Rassismus sowie unterschiedlicher Erwartungen an Beratungsbeziehung und Kommunikation entwickelt.
  • Zusammenarbeit in transkulturellen Teams. Hier werden unterschiedliche Erfahrungen und Positionierungen im Team als Ressourcen sichtbar gemacht, Rollen und Dynamiken in Teams im gesellschaftlichen Kontext analysiert, sowie versucht eine gemeinsame Basis für die Zusammenarbeit auch bei teilweise unterschiedlichen Gewohnheiten zu finden.
  • Anti-Bias-Workshop, zum Beispiel, aber nicht nur für Studierende. Erfahrungsbasiertes Antidiskriminierungstraining das sich an alle Menschen in ihren verschiedenen Erfahrungen und Positionierungen als potentiell Diskriminierte und potentiell Diskriminierende richtet.
  • Lehrveranstaltungen zum Anti-Bias-Ansatz z. B. für Studierende der Sozialen Arbeit, der Politik- oder Sozialwissenschaften, in denen Studierende den Ansatz erleben, verstehen und ihn sich kritisch aneignen können im Hinblick auf zukünftige Berufsfelder.
  • Empowerment für Studierende und andere Hochschulangehörige die in einer ihrer Zugehörigkeiten an der Hochschule strukturell benachteiligt und/oder unterrepräsentiert sind. Buchbar über mich, wird durchgeführt von verschiedenen Trainer*innen.